Abstract
Die Digitalisierung verändert das Controlling grundlegend und erhöht zugleich die Anforderungen an einen verantwortungsvollen Umgang mit Daten, Technologien und automatisierten Entscheidungssystemen. Vor diesem Hintergrund untersucht diese Arbeit, inwiefern CDR die Gestaltung und Umsetzung digitaler Controllingprozesse beeinflusst. Ziel der Arbeit ist es, den Einfluss ethischer, datenschutzrechtlicher und technologischer Aspekte auf das digitale Controlling systematisch darzustellen und praxisorientierte Ansatzpunkte für die Integration von CDR aufzuzeigen. Methodisch basiert die Arbeit auf einer Literaturanalyse einschlägiger wissenschaftlicher Beiträge sowie regulatorischer und praxisnaher Quellen. Aufbauend auf den Domänen des digitalen Controllings nach Keimer und Egle werden die Auswirkungen von CDR auf die Bereiche Daten, Technologien, Prozesse, Methoden und Kompetenzen analysiert. Dabei stehen insbesondere Data Governance, Datenschutz, Künstliche Intelligenz und Big Data sowie der Wandel der Controllerrolle im Fokus. Die Ergebnisse zeigen, dass CDR als Rahmenkonzept alle Domänen des digitalen Controllings durchdringt und die Anforderungen an Controllingsysteme sowie Controllerkompetenzen deutlich erweitert. Ein verantwortungsvoller Einsatz digitaler Technologien erfordert transparente Datenstrukturen, ethisch reflektierte Analyseverfahren und eine strategische Verankerung von CDR in der Unternehmensführung. Diese Arbeit leistet damit einen Beitrag zur Schließung einer bestehenden Forschungslücke und verdeutlicht, dass CDR nicht nur eine normative Verpflichtung darstellt, sondern auch einen nachhaltigen Mehrwert für Unternehmen und Stakeholder schaffen kann.
Keywords: corporate digital responsibility; digitales controlling; künstliche intelligenz; datenschutz

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